Liturgical manuscript
F-blc4
General Information
karol. Minuskel (spät); verblasste æ-Ligatur in der 2. sichtbaren Zeile; zwei Schriftgrößen, beide mit Neumierungen
Das Fragment dient als vorderer Einbandspiegel und umschließt zugleich mit dem rechten Rand die erste Lage der Trägerhandschrift (Senio).
Original Condition
Zu sehen sind mind. 17 Zeilen, die oberen drei sichtbaren Zeilen sind fast verblasst. Die Höhe der Zeilen beträgt 10 und 8 mm.
Current Condition
oben überklebt, teilweise verblasst und wurmstichig
Book Decoration and Musical Notation
vorne ganzseitige Federzeichnung einer Kreuzigungsgruppe mit roter und brauner Tinte (s. inhaltliche Beschreibung)
adiastematische dt. Neumen; nur einzelne Neumen am Zeilenbeginn sichtbar (Punctum, Epiphonus, Virga, Clivis und Pes)
Content
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Content Item
- Text Language Latein
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Content Description
vorne
Doppelt gerahmte, ganzseitige Kreuzigungsgruppe mit Maria zur Linken und Johannes zu Rechten Jesu; Federzeichnung in brauner und roter Tinte. In Rot gefasst sind Rahmen, Kreuz, Heiligenscheine, Teile der Gewänder sowie das Blut, das aus den Wundmalen strömt; in Braun dagegen Körper und Nägel. Hinsichtlich der Farbaufteilung ist die Zeichnung stark vergleichbar mit einem Psalter des 12 Jh. aus der Benediktinerabtei St. Stephan, Universitätsbibliothek Würzburg, M.p.th.f.31, fol. 8v. Die Gesichtstypen erinnern zudem an das Zwiefalter Passionale aus der ersten Hälfte des 12. Jh., Stuttgart WLB Cod.bibl.fol. 56 und 57, was eine Entstehung im süddeutschen Raum nahelegt.hinten
<nur einzelne Silben und Neumen am Zeilenbeginn erkennbar> -
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Remarks
Es ist nicht mehr auszumachen, welche Seite recto und welche verso war; von der Textseite sind nur die Zeilenanfänge sichtbar, die für eine Identifizierung nicht ausreichen.
Host Volume
Größe: 215 x 145
Im hinteren Einbandspiegel befindet sich ein Fragment aus einem Lectionarium officii des 15. Jh., Gh 135 (Fragment B).
Auf dem Rücken des Einbandes sind Reste einer ehemaligen Überklebung vorhanden; es handelt sich um eine Credo-Vertonung ("ex patre natum") in moderner handschriftlicher Notation, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert.