Liturgical manuscript

F-blc4

Tübingen, Konviktsbibliothek Wilhelmsstift, Gh 135 (Fragment A)

General Information

Title Liturgische Handschrift mit Neumierung
Shelfmarks Gh 135 (Fragment A)
Material Pergament
Place of Origin Süddeutschland
Date of Origin 12. Jh. (1. H.)
Script, Hands

karol. Minuskel (spät); verblasste æ-Ligatur in der 2. sichtbaren Zeile; zwei Schriftgrößen, beide mit Neumierungen

General Remarks

Das Fragment dient als vorderer Einbandspiegel und umschließt zugleich mit dem rechten Rand die erste Lage der Trägerhandschrift (Senio).

Original Condition

Height of Written Area 165 mm
Width of Written Area at least 4 mm
Number of Lines at least 17
Line Height 8 – 10 mm
More about the Condition

Zu sehen sind mind. 17 Zeilen, die oberen drei sichtbaren Zeilen sind fast verblasst. Die Höhe der Zeilen beträgt 10 und 8 mm.

Current Condition

Extent 1 Einzelblatt (beschnitten), in-situ; verwendet im vorderen Einbandspiegel
Dimensions 210 x 148
More about the Current Condition

oben überklebt, teilweise verblasst und wurmstichig

Book Decoration and Musical Notation

Description

vorne ganzseitige Federzeichnung einer Kreuzigungsgruppe mit roter und brauner Tinte (s. inhaltliche Beschreibung)

  • Musical Notation

    adiastematische dt. Neumen; nur einzelne Neumen am Zeilenbeginn sichtbar (Punctum, Epiphonus, Virga, Clivis und Pes)

  • Content

    • Content Item
      • Text Language Latein
      • Content Description

        vorne 
        Doppelt gerahmte, ganzseitige Kreuzigungsgruppe mit Maria zur Linken und Johannes zu Rechten Jesu; Federzeichnung in brauner und roter Tinte. In Rot gefasst sind Rahmen, Kreuz, Heiligenscheine, Teile der Gewänder sowie das Blut, das aus den Wundmalen strömt; in Braun dagegen Körper und Nägel. Hinsichtlich der Farbaufteilung ist die Zeichnung stark vergleichbar mit einem Psalter des 12 Jh. aus der Benediktinerabtei St. Stephan, Universitätsbibliothek Würzburg, M.p.th.f.31, fol. 8v. Die Gesichtstypen erinnern zudem an das Zwiefalter Passionale aus der ersten Hälfte des 12. Jh., Stuttgart WLB Cod.bibl.fol. 56 und 57, was eine Entstehung im süddeutschen Raum nahelegt. 

        hinten
        <nur einzelne Silben und Neumen am Zeilenbeginn erkennbar> 

      • A_vorne
      • Remarks

        Es ist nicht mehr auszumachen, welche Seite recto und welche verso war; von der Textseite sind nur die Zeilenanfänge sichtbar, die für eine Identifizierung nicht ausreichen.

    Host Volume

    Title Regula sancti Basilii episcopi cum prologo Rufini in regulas St. Basilii
    Date of Origin/Publication 1483
    Place of Origin/Publication unbekannt
    Shelfmark Gh 135
    Remarks

    Größe: 215 x 145

    Im hinteren Einbandspiegel befindet sich ein Fragment aus einem Lectionarium officii des 15. Jh., Gh 135 (Fragment B).

    Auf dem Rücken des Einbandes sind Reste einer ehemaligen Überklebung vorhanden; es handelt sich um eine Credo-Vertonung ("ex patre natum") in moderner handschriftlicher Notation, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert.