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        <title>'Blanschandin'</title>
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        <edition>Electronic version according to TEI P5.1</edition>
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        <publisher>Fragmentarium - Digital Research Laboratory for Medieval Manuscript Fragments</publisher>
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            <p>cc-by</p>
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            <title>'Blanschandin'</title>
            <origDate>Ende des 13. Jahrhunderts</origDate>
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              <note type="description">Erhalten sind drei Blätter, die dementsprechend drei unterschiedliche Episoden des mhd. Romans überliefern. Aus dem Vergleich mit der afrz. Vorlage ergibt sich, dass die überlieferten Episode des mhd. Romans nicht direkt aufeinander folgen, sondern dass jeweils mindestens ein Blatt zwischen jedem erhaltenen Blatt fehlen muss. &#13;
&#13;
Blatt 1:&#13;
Blanschandin wird von einem Meister erzogen, wie es einem jungen Fürsten angemessen ist. Sein Vater verbietet jedoch, dass er von der Ritterschaft erfährt. Als der junge Blanschandin auf einem Wandteppich im Zimmer der Königin Kampfszenen dargestellt sieht, fasst er den Entschluss, den väterlichen Hof zu verlassen und sich auf Abenteuersuche zu begeben. Diese Episode entspricht v. 68–154 der afrz. Vorlage (zitiert nach Sweetsers Ausgabe). &#13;
&#13;
Blatt 2:&#13;
Diese Episode ist verderbt. Die Hälfte der Spalte auf fol. 2rb und 2va ist bei der Makulierung verlorengegangen, so dass sich diese Verse nur schwer rekonstruieren lassen. Es handelt es sich um Blanschandins ersten Kampf gegen einen anonymen Ritter, welcher eine Dame entführt hat. Blanschandin und der Ritter werden während des Kampfes mit Feirefiz und Parzival verglichen. Diese Szene entspricht v. 295–353 des afrz. Romans. &#13;
&#13;
Blatt 3:&#13;
Blanschandin zieht nach dem Kampf weiter. In einem Gebirge stößt er am Abend auf einen unüberquerbaren Fluss. Ein am anderen Ufer wachender alter Ritter rät Blanschandin, den Fluss erst am nächsten Morgen zu überqueren. Er erklärt ihm, dass er jedem, der auf die Burg seiner Herrin gelangen und ihr dienen möchte, die Furt weist. Er übergibt Blanschandin einen Ring und weist ihn zu einer Burg, auf der er übernachten kann. Am nächsten Morgen sollen sie sich am Fluss wieder treffen. Diese Episode geht auf v. 377–442 der Vorlage zurück. &#13;
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            <origin>Herkunft unbekannt. Nur die Schreibsprache weist in das mittelfränkisch-rheinfränkische Grenzgebiet. </origin>
            <provenance>Vom Einband einer lateinischen Papierhandschrift der Österreichischen Nationalbibliothek, Codex vindobonensis Palatinus 3742 (Vorsignatur ‚Lunaelacensis F. 196‘), abgelöst. Codex 3742 entstand im 15. Jahrhundert im Benediktinerkloster St. Michael in Mondsee und überliefert u.a. lateinische Sermones von der Hand des Wiener Magisters Hieronymus von Mondsee, der auch unter dem Namen Johannes de Werdea bekannt war. Wie andere Handschrift des Klosters Mondsee erhielt Codex 3742 seinen heutigen Einband bei seiner Herstellung im Kloster im 15. Jahrhundert. Zu dieser Zeit dürfte also die 'Blanschandin'-Handschrift makuliert worden sein. Spuren ihrer Wiederverwendung sind noch sichtbar. Auf fol. 3ra der 'Blanschandin'-Handschrift lässt sich eine jüngere Schriftprobe erkennen: Eine spätere Hand hat das Alphabet und das Wort mȳn an den oberen Rand geschrieben.</provenance>
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                  <bibl type="not-printed">Description by: Tanguy Donnet 2026</bibl>
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              <bibl>Achnitz, Wolfgang, Deutschsprachige Artusdichtung des Mittealters. Eine Einführung, Berlin und Boston 2012, S. 243–245.</bibl>
              <bibl>Blancandin et l’Orgueilleuse d’Amour. Roman d’aventures du XIIIème siècle. Nouvelle édition critique d’après plusieurs manuscrits en vers par Franklin P. Sweetser, Genève 1964 (Textes littéraires français 112).</bibl>
              <bibl>Haupt, Joseph, Blanschandin. Bruchstücke eines mhd. Gedichtes, in: Germania 14 (1869), S. 68–74.</bibl>
              <bibl>Meyer-Benfey, Heinrich (Hg.), Mittelhochdeutsche Übungsstücke, 2. Auflage, Halle a.d. Saale 1921, S. 155–165.</bibl>
              <bibl>Perkins, Georges, Le Roman Chevaleresque de Blanchandin. Traité comparatif des manuscrits français, anglais et allemands, et de leurs éditions avec une étude approfondie du fragment du manuscrit allemand, Diss (masch.) Paris 1969. </bibl>
              <bibl>Ruberg, Uwe, Blanschandin, in: 2Verfasserlexikon 1 (1978), Sp. 890–892.</bibl>
              <bibl>Schneider, Karin, Gotische Schriften in deutscher Sprache. I. Vom späten 12. Jahrhundert bis um 1300. Textband, Wiesbaden 1987. </bibl>
              <bibl>Stohlmann, Jürgen, Johannes de Werdea (Hieronymus von Mondsee), in: 2Verfasserlexikon 4 (1983), Sp. 799–811.</bibl>
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